Female Attraction

Wunder|Weib

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Ich gelobe…

Die beste Mama der Welt„Du bist die beste Mama der Welt“, sagt heute Morgen mein 6-Jähriger zu mir. Und ich bin total gerührt und stehe jetzt da oben, auf dem allerhöchsten Podest, auf das mich mein Kind, wie Kinder dieses Alters es nunmal mit ihren Eltern so tun, gehoben hat.

Nachdem ich gestern hier mein Geständnis abgelegt habe, dass ich mit Sicherheit nicht die beste Mama der Welt bin, möchte ich heute meinen Kindern ein Versprechen geben:

Ich gelobe,

– dass ich mich immer bemühen werde, die Individualität und Persönlichkeit jedes meiner Kinder zu erkunden und zu sehen;

– dass ich sie in ihrer Persönlichkeit unterstützen möchte und es unterlasse, sie zu meinem Projekt zu machen;

– dass ich meine Kinder unterstütze, wo sie mich um Hilfe bitten und es unterlasse, sie mit Förderung (und Forderung) ungefragt und ungewollt zu überschütten;

– dass ich mich bemühen werde, sie möglichst wenig zu beschädigen und sie zu ganzen, runden Menschen heranwachsen zu lassen;

– dass ich nie den Anspruch haben werde, perfekt zu sein und diesen Anspruch auch nie an sie stellen werde;

– dass ich an meinen Schwächen arbeite, bereit bin von meinen Kindern zu lernen (und ich habe schon so viel von ihnen gelernt!) und dass ich mich mit meinem eigenen Ich auseinander setze, um auch nur halbwegs so gut zu werden, wie sie meinen, dass ich sei;

– dass ich immer wieder den kleinen Schritt zurück machen werde, um noch einen Blick aufs Ganze zu bekommen;

– dass ich mein großes Glück sehe und nicht in den alltäglichen Querelen untertauche;

– dass ich 1000 Fehler mache, ganz schrecklich kindisch bin (manchmal kindischer als meine Kinder) und hie und da voll daneben liege, aber dabei / danach immer versuchen werde, auch zu erkennen, wenn das der Fall ist und dass ich bereit bin, mich dafür auch zu entschuldigen.  

Wahnsinn, wie hab ich die Rasselbande lieb.

Ich gestehe…

Ich liebe meine Kinder über alles. Genau genommen hätte ich mir, bevor ich Kinder hatte, nie vorstellen können, dass man seine Kinder so sehr lieben kann. Ich bin regelrecht vernarrt in die kleinen Kerle. Ganz besonders wenn sie schlafen.

Ich gestehe:

Ich liebe es, wenn meine Kinder schlafen. Sie sehen dann so süß und friedlich aus, spucken nicht, liefern einander keine unerbittlichen Kämpfe um Legomännchen und Spielzeugautos, kriegen keine Wutanfälle, schmeißen keine Messer (Frühstückssport meines Mittleren), nein, sie sind einfach nur süß. So richtig „Zum Fressen“.

Kinder haben ist verdammt anstrengend. Damit hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich hatte ich ja – aus einer als knüppelhart verschrienen Branche kommend – gedacht, dass mich so ein kleiner Zwerg nie aus der Ruhe bringen könnte. Aber tatsächlich sind diese süßen Bürschlein härter als jeder Klient und erbarmungsloser als jeder Chef.

Dass ein Baby seine Bedürfnisse nicht an Mamas Zeitplan anpasst, ist ja eigentlich zu erwarten gewesen. Aber auch ein Zweijähriger hat herzlich wenig Verständnis für den wohlverdienten Mittagsschlaf seiner Mutter oder deren Interesse an anderen Dingen als Puzzles und Kasperltheater.

Und somit beginnt man die Zeiten, in denen die lieben Kleinen schlafen, ganz besonders zu schätzen – als Reminiszenz an die Freiheit, die man hatte, bevor man Kinder hatte.

Ich muss weiter gestehen, ich genieße auch meine Office-Tage, an denen mein Mann die Kinder schupft. Und, wenn ich ganz ehrlich bin, dann bleibe ich an manchen Tagen extra so lang im office bis ich weiß, dass meine Kinder sicher schlafen bis ich nach Hause komme (wobei: Das ist ja nichts Neues, nur dass in der Generation meiner Eltern so eine Flucht ins Büro fast nur Vätern vorbehalten war). Dann husche ich ganz leise in ihr Zimmer und freue mich über den Anblick meiner friedlich schlummernden Rasselbande und weiß: Tatsächlich steckt in jedem meiner Rabauken ein kleiner Engel.

Unterm Strich würde ich mich bei aller Anstrengung und trotz aller Strapazen des elterlichen  Nervensystems aber immer wieder und wieder dafür entscheiden, Kinder zu bekommen. Wer braucht schon Ruhe, wenn er das Privileg hat, seinen Zweijährigen zu beobachten, wie er beim Anblick von waschechten Kühen – Stadtkind eben – in spitze Begeisterungsschreie ausbricht, wer braucht schon Schlaf, wenn er sich mit seinem Fünfjährigen über die wahren Helden des Alltags (Feuerwehrleute, Polizisten, Bauarbeiter und Müllmänner) unterhalten kann. Und wer schon einmal von einem Zwerg mit strahlendem Lächeln und weit ausgebreiteten Armen begrüßt wurde, weiß, dass es so etwas wie bedingungslose Liebe gibt.

Das unsichtbare Kind

Geh weg!

„Geh weg!“ sagte mein Sohn Luka als niedlicher dreijähriger Knirps im Bus zu den anderen Passagieren. Genau genommen sagte er es nicht, er schrie es vielmehr regelrecht beschwörend heraus. „Geeeeeh weg!“ Während die entsprechend aufgeforderten Personen großteils unwirsch konterten: „Ich geh nicht weg, geh doch Du weg“ oder „Ich darf genauso mit dem Bus fahren wie Du“, zermartete ich mir den Kopf, was genau er doch damit sagen wollte.

Und dabei lag es aber doch ganz klar auf der Hand, was Luka wollte. Er wollte, dass die angesprochene Person wegging. Er fühlte sich von dem öffentlichen Gedränge überwältigt, gequetscht, eingeklemmt. Und genau das hat er gesagt. Manche Kinder reagieren auf derartige Situationen, indem sie sich hinter ihren Müttern verstecken. Das ist die gesellschaftlich verträgliche Variante für Kinder mit Bedrängnis umzugehen. Luka hingegen hat die direkte Variante gewählt. Und ist damit natürlich angeeckt.

Kein Wunder, ist doch der Prototyp des braven Kindes in unserer Gesellschaft das unsichtbare Kind; ein adrett gekleidetes Musterkind, das still, unauffällig, niemals störend, süß und niedlich auf die Kommunikationsangebote wildfremder Erwachsener eingeht. Selbstverständlich ohne zu spucken oder zu schreien.

Insofern hat es Niklas, mein Zweitgeborener, wesentlich leichter als Luka, der ist eine süße, charmante Rampensau, die so richtig auftaut, wenn sie die Begeisterung der zuschauenden Erwachsenen spürt. Glücklicher Weise entspricht Niklas dann aber doch nicht ganz dem Bild des Musterkindes – er ist doch eine kleine Laus. Gott sei Dank.

Und inzwischen zu meinem kleinen Trio infernal angewachsen, schaffen meine Buben es mittlerweile innerhalb einer Busfahrt den Bogen von „mei, wie liab“ bis hin zu entsetzem Kopfschütteln der anderen Passagiere zu spannen, und das eigentlich mit einer einzigen Verhaltensform: Dem Kind-Sein.

Im Grunde beginnt es ja schon im Babyalter – wenn jemand fragt, ob ein Baby „brav“ ist, ist ja damit gemeint, ob es eh wenig auffällt und das setzt sich dann so fort…

Für mich stellt sich angesichts dieser stetigen Suche Erwachsener nach braven Kindern eigentlich nur mehr die Frage, woher all diese verschrobenen, verqueren, unmöglichen Erwachsenen herkommen, wenn es doch immer nur brave Kinder geben soll.  Vielleicht als Kind zu viel brav gewesen?

Gestillt, getragen, schläft im Familienbett

… die Formel für ein glückliches  Kind. Zumindest aus meiner Sicht.

Die erste Familien-Zeichnung meines Großen vermittelt unsere Familienkultur: Stillen, Tragen, Familienbett. Und ja, ich bin von Männern umzingelt :D

Die erste Familien-Zeichnung meines Großen vermittelt unsere Familienkultur: Stillen, Tragen, Familienbett. Und ja, ich bin von Männern umzingelt 😀

 

Geplant war es freilich anders. Bevor mein Großer kam, haben wir mit viel Freude alles für ihn vorbereitet, der erste Einkauf war ein Kinderwagen, ein teurer Kinderwagen (um ehrlich zu sein war ich vollkommen platt, was so ein Vehikel kostet). Dann haben wir das alte Gitterbett meines Mannes ausgemottet und zu renovieren begonnen. Eine neue Matratze mit Luftlöchern, falls das Baby doch einmal versehentlich am Bauch schlafen sollte. Natürlich hatte ich schon alles über das richtige Schlafen gelesen:

Keine Kuscheltiere, keine Kissen, keine Stoffwindeln oder ähnliches in Köpfchennähe, keine Decke, stattdessen Schlafsack, Nestchen nur, wenn sie gut befestigt sind, besser kein Nestchen, neue Matratze, wenn möglich mit besagten Lufttunnels.

Ich lese wahnsinnig gern. Auch Babyratgeber und Erziehungsliteratur. Da ich die letzten 12 Schwangerschaftswochen bei meinem Großen liegen und lümmeln sollte, hatte ich viel Zeit zum Lesen, also habe ich auch gleich die gängige Schlafliteratur, die mir von befreundeten Eltern wärmstens ans Herz gelegt worden war, gelesen. Der geneigte Leser wird erraten, um welches Buch es sich dabei unter anderen gehandelt hat (Jedes Kind usw usf, mittlerweile mit entsprechenden Meinungen und Hinweisen versehen in Richtung Flohmarkt verabschiedet – ich bring es einfach nicht übers Herz, ein Buch zu kübeln).

Also hatte ich schon gelernt: Baby am besten von Anfang an in seinem Bettchen schlafen lassen, nicht in den Schlaf stillen, es am besten allein einschlafen lassen, weil es dann schneller durchschläft, und wenn es – Gott behüte – mit 6 Monaten noch immer nicht durchschläft… Behandlungsplan! So oder so ähnlich stand es da, manches hab ich auch verdrängt.

Dann kam mein Großer. Nachdem er sich die erste Woche seines Lebens nach dem Schock der eingeleiteten Geburt ausgeschlafen hatte, kam mein böses Erwachen: Er wacht stündlich auf, wenn er es denn überhaupt mal schafft einzuschlafen.

Es ist aber auch verdammt ungemütlich als 51 cm-Menschlein allein in einem, wenngleich auch angedockten, so doch aber eigenen noch dazu höchst leeren 1,40 m großen Bett zu schlafen. Wenn man diese Maße umlegt, so müssten wir uns Decken-, Polster- und menschenleer in einem 4,8 m Bett wohl fühlen. Das leuchtete mir ein, also legte ich meinem Baby, wie die im Krankenhaus es ja auch getan hatten, eine Stoffwindel oben an den Kopf.

Nun, das machte die Sache nur wenig besser, bald schon kam eine Decke dazu, dann haben wir das Bett mit Kissen verkleinert und schließlich haben wir den letzten Rest aller SIDS-Regeln und erhobenen Zeigefinger über Bord geworfen und den Knirps zu uns ins Bett gepackt. In Papas Armkuhle hat es sich schließlich hervorragend geschlafen.

Heute weiß ich, dass nichts bequemer ist als einschlafstillen und im Schlaf stillen, ein Baby im Bett zu haben und die kleine Schnauferei zu genießen.

Auch den Kinderwagen hat uns unser Großer blitzartig abgeräumt. Jede Berührung mit dem Gefährt hat in vehementem Weinen geendet, ohne Aussicht auf Beruhigung. Nach kurzer Verzweiflung, wieso den meins das Wagerl so gar nicht mag, wo doch alle anderen anscheinend gemütlich drin schlummern bin ich back to the roots gegangen und hab mir mein Baby vor den Bauch gepackt.

Aus dem Bauch, vor den Bauch (ok, später dann auf den Rücken), so habe ich es seither mit meinen Kindern gehandhabt.

Das Familienbett gibt es natürlich auch heute noch. Midi (3 1/2) kommt meist erst morgens, Mini (1 1/2) schläft sowieso bei uns und Maxi (5 1/2) kommt allnächtlich spätestens um 2:00 zu uns. Und wir findens gemütlich, wer weiß, vielleicht bekommen wir „die“ nie wieder aus unserem Bett. 😉 Na und?
 

Hello World, ein bisserl Blog!

Nein, ich blogge nicht.

Oder eigentlich doch. Kein Seelenstriptease, aber doch ein wenig Einblick. Ist das wasch mich, aber mach mich nicht nass?

Ist facebook eigentlich ein tool, das einen Blog ersetzen kann? Oder doch eher so eine Art Newsticker?

Sollte ein Blog mit Fragen starten oder doch lieber mit Antworten?

Ich weiß es nicht. Ein Experiment, schauen wir mal, was daraus wird….

In jedem Fall starte ich jetzt mal mit einer kleinen Zeitreise in die Anfänge des Buzzidil Babycarriers!