Ich halt meinen Mund

Gestern fahre ich im Bus zum Büro. Die Buben im KiGa abgeliefert, das Buch „Lasst Eure Kinder in Ruhe“ in der Hand (ich habs noch immer nicht fertig gelesen, Schande). Und zwei Mütter samt lustiger Rasselbande steigen ein. Die Zwerge plaudern fröhlich, fragen allerlei und die Mütter unterhalten sich:

„Gell, das waren Zeiten, als wir uns gefragt haben, wann sie endlich zu sprechen beginnen.“

„Ja, und jetzt hören sie gar nicht mehr auf“

„Puh, ich tät mir manchmal wünschen, er würd noch nicht sprechen. Der redet dauernd.“

„Jaja, ich hab der *soundso* auch gesagt, sie soll froh sein, dass ihre noch nicht spricht, wenns dann mal anfangen hörens nicht mehr auf.“

„hahaha“

Die Kinder sind inzwischen verstummt.

„Ja, ich gäb was für ein paar Minuten Ruhe.“

„Stell Dir vor, meiner red sogar zruck, der sagt, er will jetzt aber Schokolade.“

In meinem Kopf ist derweil eine Unterhaltung mit einem imaginären Gesprächspartner entstanden:

„Diese Mamas, die reden auch unentwegt, wie die Hendln“

„Ja, und so viel Blödsinn. Statt dass sie sich freuen, dass sie gesunde, intelligente Kinder haben.“

….

Ich glaub, die Damen wären schwer beleidigt gewesen. Ich denke, Kinder trifft solches Gerede ihrer Mütter auch mitten ins Herz. Etwas mehr Achtsamkeit, meine Damen.

Aber ich halt schon meinen Mund.

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