Über die Grenzen

“Man muss Kindern Grenzen setzen.” “Er muss Grenzen lernen.” “Diese Kinder kennen keine Grenzen.”
Sätze, die wir alle schon mal gehört haben. Als Kinder. Als Eltern von Kindern. Aber wie ist das denn eigentlich mit den Grenzen? Ist das etwas Absolutes? Wohl eher nicht. Und um welche Grenzen geht es denn da? Meine? Die, die ich meinen Kindern – mehr oder weniger beliebig – setze (zum Zweck von…)? Um die der Nachbarn oder der grantigen Frau im Bus?
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Mit vier Kindern haben sich meine Grenzen immer wieder ziemlich verschoben. Aber eines habe ich gelernt, und zwar mich immer wieder erneut zu fragen, wo denn MEINE persönlichen Grenzen verlaufen. Denn darum geht es eigentlich beim Grenzen setzen. Es geht nicht darum, dem Kind Grenzen zu setzen, sozusagen als Selbstzweck, damit das Kind auch mal was lernt. Es geht darum, sich zu fragen, wo denn eigentlich die eigenen persönlichen Grenzen verlaufen. Einer Freundin von mir ist es zB wichtig, dass die Kinder nur in ihren Zimmern spielen und nicht im Wohnzimmer. Sie hat diese Grenze und setzt sie auch durch. Mir ist es so ziemlich egal wo die Kinder spielen, solange ich abends keinen Eiertanz über Legosteine aufführen muss.
Elternschaft ist eine Reise in das eigene Ich. Wir lernen uns nie so gut kennen wie als Eltern. Unsere Kinder halten uns nicht nur täglich einen Spiegel vor, sie fordern uns auch auf herauszufinden, wer wir denn sind. Das ist ein Geschenk, das uns unsere Kinder machen. Eine Aufforderung. Eine Herausforderung. Wenn wir sie denn annehmen.
Ein guter Reality-Check ist, immer mal in schwierigen Situationen, in denen man fast schon automatisch re-agiert, mal kurz Luft zu holen, einen kleinen Schritt zurück zu tun und sich zu fragen: Ok, was ist MIR jetzt denn wirklich wichtig? Was will ich? Bauchgefühl ist ja eine schöne Sache, aber oft verwechseln wir Bauchgefühl mit dem was wir von unseren Eltern gelernt haben und dann hören wir uns Sätze sagen, die wir schon als Kind nicht mehr hören konnten und wir tun Dinge, die wir schon als Kind bei unseren Eltern “doof” gefunden haben.
Grenzen sind eine höchst persönliche Angelegenheit und wir sollten sie nicht setzen, weil jemand im Bus sonst den Kopf über uns schüttelt oder weil die Oma meint, dass wir sonst schlechte Eltern sind. Grenzen erfordern etwas Nachdenken über Werte und Wichtigkeiten. Und wenn man das getan hat, dann ist es auch gleich leichter, diese eigenen Grenzen durchzusetzen. Weil man dann wirklich dahinter steht, und das spüren auch die Kinder.
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War das geplant?

Bald ist es soweit und unser 4. Söhnchen wird schlüpfen. Und ich bin nur froh, wenn es endlich soweit ist. Ich kann jetzt nach der 4. Schwangerschaft für mich mit Sicherheit sagen: Schwanger sein ist nicht lustig. Der ewige Eiertanz, nichts frühzeitig auszulösen, die Übelkeit, die jetzt am Ende schon wieder kommt, die Müdigkeit, Kreislaufprobleme, die Unbeweglichkeit – und jetzt am Schluss kann ich auch keinerlei körperliche Attraktivität meines Riesenbauches mehr feststellen.

Frage meines Jahres 2014: „War das geplant?“  (Schließlich weichen wir ja jetzt nicht mehr nur knapp sondern gewaltig vom gängigen Plan der hierzulande als Ideal empfundenen 2-Kind-Familien ab). Dicht gefolgt von: „Wird es jetzt wenigstens ein Mädchen?“

Nein.

Ich habe ja schon viel geplant in meinem Leben – angefangen bei der Berufswahl bis hin zu den Zeiten, wann ich meine Kinder bekommen werde (wohlgemerkt 2 Kinder, älterer Bub, jüngeres Mädchen). Als ich 8 war, war ich immer der Meinung, mit 12 wäre ich dann hinreichend erwachsen, um mir einen Hund nehmen zu können.

Nunja, wenn ich eines gelernt habe, dann dass es immer anders kommt. Vor einiger Zeit habe ich einen Brief erhalten, den ich mir selbst in der Maturaklasse geschrieben habe, ein Brief über meine Lebenspläne. Unser damaliger Religionslehrer hat die Briefe aufbewahrt und sie 20 Jahre später (ja, so alt bin ich schon) an seine Schüler versandt. Mein Gott, was war ich brav – und wie wunderbar hatte ich mich in alle für mich vorgesehenen Projekte eingepasst.

Fakt ist, dass nichts von dem, was ich in dem Brief geplant hatte, eingetroffen ist.

Also nein, eigentlich war ein viertes Kind ebenso wenig geplant wie die Tatsache, dass ich eine Bubenmama bin. Ich hätte es tatsächlich immer als Privileg betrachtet, sowohl Buben als auch Mädchen großziehen zu dürfen.

Die Hängematte: Best place to be in der Schwangerschaft

Die Hängematte: Best place to be in der Schwangerschaft

Und wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mir zu Beginn dieser Schwangerschaft auch immer wieder die Frage gestellt: Wozu eigentlich ein viertes Kind? Warum nochmal aufs Glatteis tanzen gehen? Warum all die Risken nochmal eingehen? Vor allem aber: Warum nochmal zurück an den Start? Jetzt, wo es mit den Älteren so langsam gemütlich wird und ich nicht mehr als 100%-Versorgungseinheit funktioniere.

Eine endgültige Antwort habe ich bis jetzt nicht gefunden. Doch letztlich kann man bei jedem Kind die Frage nach dem Warum stellen. Wozu bekommt man überhaupt Kinder?

Abgesehen davon, dass es wohl Teil unseres naturgegebenen Plans ist, dass wir uns reproduzieren, ist der Wunsch nach einem Kind immer zu Beginn egoistisch – etwas Kleines, etwas Weiches, so süß und ein Stück, das von einem fortleben wird, ein neues Abenteuer mit 1000 neuen Möglichkeiten… Das Ergebnis ist dann natürlich im besten Fall eher altruistisch, weil man schließlich weder beim 1. noch beim 2., 3. oder 4. Kind vorweg empfinden kann, wie groß die Liebe zu diesem neuen Wesen wird und wie sehr man bereit ist, alles zu tun, alles zu geben, damit es diesem neuen Menschen gut geht.

Und umgekehrt ist jedes unserer Kinder für uns von erheblichem Wert – für die Erkenntnis über unser eigenes Selbst, über das Sein. Von jedem meiner Kinder habe ich unermesslich viel über mich selbst gelernt, habe hinterfragt, habe neue Wege entdeckt, neue Zugänge gefunden – zu mir, zu „dem Leben“. Mein Großer hat mich als high need baby auf den Weg geschickt. Was begonnen hat als die Suche nach den Ursachen für sein Wesen, für sein Weinen ist schnell in eine Suche nach mir selbst übergegangen. Ich habe viel gelesen, zuerst für ihn, schließlich aber für mich. Ich denke, ich kann behaupten, dass er mich ein gewaltiges Stück weiter gebracht hat. Ich habe begonnen anders zu denken, ich habe begonnen nachzuspüren und ich habe vieles, was ich bis dahin als „es ist, wie es ist“ angesehen habe, mit anderen Augen zu sehen begonnen. Mein Mittlerer hat mir als sehr zufriedenes Baby viel Sicherheit gegeben. Dafür hat er mich als 4 bis 5-Jähriger vor ganz neue Fragen gestellt, als aus meinem easy Kleinkind plötzlich ein kleiner Revoluzzer wurde. Er hat meine angelernen Reaktionsmuster in Frage gestellt und hat mich erneut auf die Suche nach neuen Antworten geschickt. Mein Kleinster ist für mich die Liebe in Person – ich fühle mich ihm in einer Weise verbunden, die wieder ganz anders ist als die Verbundenheit mit seinen großen Brüdern. Ich bin meinen Kindern so unendlich dankbar für all das, was sie für mich tun.

Natürlich ist das Leben mit Kindern oft anstrengend, nervenzehrend, man eckt an, erntet böse Blicke, Kopfschütteln. Man wird von der Umgebung in Frage gestellt, wenn Kinder nicht funktionieren, wie es landläufig erwartet wird. An schlechten Tagen wird man auf Reaktionen zurückgeworfen, die man mit klarem Kopf eigentlich ablehnt. Unterm Strich aber bin ich davon überzeugt, dass Kinder, wenn man es zulässt und sich wirklich mit ihnen auseinandersetzt, eine Bereicherung für das eigene Sein sind, dass sie einen zu einem  kompletteren Menschen machen.

Also gibt es unterm Strich ebensowenig eine rationale Erklärung für das erste Kind wie für das vierte. Oder ebensosehr. Alle Argumente, die für ein Kind sprechen, sprechen auch für vier Kinder.

Inzwischen werde ich auch schon oft gefragt, ob wir noch ein 5. Kind wollen, weil es ja nun 4 Buben sein werden und wir doch auch gern ein Mädchen gehabt hätten.  Immerhin diese Frage, glaube ich endgültig beantworten zu können:

Ja! Wenn die Medizin schnell genug hinreichende Fortschritte macht, dass mein Mann die Mühseligkeiten einer Schwangerschaft übernehmen kann (wobei er gemeint hat, dass er das vermutlich auf Grund seiner besseren Kondition ohnehin lockerer wegstecken würde als ich), steht aus meiner Sicht einem 5. Kind gar nichts im Weg.

Vom Ernst des Lebens und der Leichtigkeit des Seins

S C H U L A N F A N G  prangt in der Drogerie Müller in großen Buchstaben über der Papierabteilung. Schlangen von Taferlklasslern, die erwartungsvoll ihre ersten Schulsachen kaufen, stehen vor den Kassen. Die Vorfreude ist groß.

Meine nicht. Mein „Großer“ ist ab Montag auch Schulkind. Er sitzt gerade neben mir und malt seine erste Hausaufgabe: „Male Dein schönstes Ferienerlebnis“. Luka malt vom Meer. Hinter einer Papierklappe versteckt sich auf seinem Bild ein Fisch. Er malt eine Schildkröte, die Algen als Haare hat und ein großes Schiff. „Schau mal, und das ist ein Außerirdischer, der gerade das Schiff überfallen hat.“

Die erste Hausaufgabe

Hm, das schönste Ferienerlebnis. Ich kann mich gar nicht an Außerirdische erinnern. Ob dieses gewisse „Plus“ an Fantasie erlaub ist?

Der Schulbeginn meines Großen erfüllt mich mit einem mulmigen Gefühl. Ich hoffe so sehr, dass sich in den letzten 30 Jahren wirklich etwas getan hat. An meine Schulzeit erinnere ich mich mit höchst gemischten Gefühlen.

Beim Kindergarten hatte ich ein wirklich gutes Gefühl, der war perfekt. Tolle Erzieherinnen, ein liebevoll gestaltetes Haus und ein Garten, in dem sich Kindheitserinnerungen entfalten können.

Als ich meinen Großen an seinem letzten Kindergartentag abgeholt habe, hatte ich schon beinah Tränen in den Augen. Das Ende der Freiheit, und jetzt der Ernst des Lebens? Mit 6 Jahren schon? Abschied von all seinen Freunden.

Aber interessant: Die Kinder nahmen den Abschied allesamt ziemlich gelassen. Die Vorfreude auf die Schule hat alles andere dominiert. Aufbruchstimmung. Und da muss ich wirklich sagen: Bewundernswert, wie Kinder im Jetzt leben, ohne Reue und ohne Schwermut.Dafür mit umso mehr Neugier und Freude.

Also habe ich beschlossen, mich mit zu freuen, ein neues großes Abenteuer …

Oskar bügelt Bilder

Als Bubenmama kennt man das ja – ein Meer von Kleidung in khaki, dunkelblau und dunkelbraun. Besonders im Herbst ist man da so manches Mal versucht, „bonjour tristesse“ zu rufen. Mädchenmamas habens da vergleichsweise gut, durchquert man erst den Überfluss an Gitzer und Hello Kitty, kann man viele tolle Teile ausgraben. (Mir habens ja ganz besonders diese Wollwalk-Kleidchen angetan *hach*).

Schon vor geraumer Zeit habe ich Applikationen in verschiedenen Formen (selbst gemacht oder Stickapplikationen zum Aufbügeln) als perfekte Möglichkeit entdeckt, auch die fadesten Pullis doch noch zu witziger Kinderkleidung werden zu lassen.  Das einzige Problem bei Bügelapplikationen ist, dass bügeln allein eben doch meist nicht reicht.

Aus blau wird cool

Aus blau wird cool

Vor kurzem habe ich dann aber einen Online-Shop entdeckt, der wirklich gut haltende Bügelapplikationen  aus Flockmaterial herstellt. Oskars Bügelbilder hat jede Menge Motive auf Lager, von Schmetterlingen und Blumen über Pferde- und Giraffen-Applikationen bis hin zu Piraten, Monstern und Motorrädern, und jedes Motiv ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich.Musste ich natürlich testen und: Die halten wunderbar! Etwas ungewohnt ist, dass man tatsächlich auf der Folie zum Aufbringen bügelt, aber das Ergebnis ist toll und es geht wirklich easy.

Das beste ist aber: Man kann auch seine eigenen Motive entwerfen… *wennichnuraufhörenkönnte*

Also, hier ist der Link zum Laden: www.buegelbilder.de

Babyforen – Austausch & Antworten

In der Schwangerschaft mit meinem ersten Sohn habe ich mich auf die Suche nach einer guten Informationsquelle für alle Fragen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt gemacht. Fündig geworden bin ich bei einem österreichischen Elternforum.

Das Forum und die Mamas, die ich dort kennen gelernt habe, haben mich und mein Söhnchen durch die ersten Babyjahre begleitet, einige schöne Freundschaften sind daraus entstanden und ich bekam ganz viele Antworten auf ganz viele Fragen.

Inzwischen gibt es schon eine Reihe derartiger Babyforen, eines habe ich erst kürzlich entdeckt: www.babyforum.at

Auf http://www.babyforum.at findet gerade ein Fotovoting statt!

Ich halt meinen Mund

Gestern fahre ich im Bus zum Büro. Die Buben im KiGa abgeliefert, das Buch „Lasst Eure Kinder in Ruhe“ in der Hand (ich habs noch immer nicht fertig gelesen, Schande). Und zwei Mütter samt lustiger Rasselbande steigen ein. Die Zwerge plaudern fröhlich, fragen allerlei und die Mütter unterhalten sich:

„Gell, das waren Zeiten, als wir uns gefragt haben, wann sie endlich zu sprechen beginnen.“

„Ja, und jetzt hören sie gar nicht mehr auf“

„Puh, ich tät mir manchmal wünschen, er würd noch nicht sprechen. Der redet dauernd.“

„Jaja, ich hab der *soundso* auch gesagt, sie soll froh sein, dass ihre noch nicht spricht, wenns dann mal anfangen hörens nicht mehr auf.“

„hahaha“

Die Kinder sind inzwischen verstummt.

„Ja, ich gäb was für ein paar Minuten Ruhe.“

„Stell Dir vor, meiner red sogar zruck, der sagt, er will jetzt aber Schokolade.“

In meinem Kopf ist derweil eine Unterhaltung mit einem imaginären Gesprächspartner entstanden:

„Diese Mamas, die reden auch unentwegt, wie die Hendln“

„Ja, und so viel Blödsinn. Statt dass sie sich freuen, dass sie gesunde, intelligente Kinder haben.“

….

Ich glaub, die Damen wären schwer beleidigt gewesen. Ich denke, Kinder trifft solches Gerede ihrer Mütter auch mitten ins Herz. Etwas mehr Achtsamkeit, meine Damen.

Aber ich halt schon meinen Mund.

Töpfchengeschichten oder Des Wahnsinns fette Beute

Das Töpfchen. Unweigerlich tritt es ins Leben eines Zweijährigen und seiner Eltern, macht sich dort breit, vermehrt sich und ist schließlich allgegenwärtig. Wir haben ja vier. Erbstücke von Lukas Töpfchen-Zeit. Der hatte eins bei der Oma (auch Initiatorin des Töpfcheneinzugs), eins im Kindergarten, eins bei uns und eins zum immer-dabei-haben.

Ein Töpfchen immer dabei – zB beim Feuerwehrumzug

Damals, als wir erst ein Töpfchen hatten, meinte Luka doch eines Morgens „Kommt Gacka“. Mein Mann, nicht faul, sprang wie vom wilden Watz gebissen vom Frühstückstisch auf, rannte ums Töpfchen, entriss Luka seinen halb vollgegackten Windeln und platzierte ihn noch zeitgerecht fürs Halbfinale auf dem Töpfchen. Hurra! Luka hat Gacka ins Töpfchen gemacht!!! Toll, was für eine Freude! Noch während mein Mann und ich einen begeisterten Freudentanz ums halbgefüllte und außerordentlich verschmierte Töpfchen vollführten, um Luka klar zu machen, welch große Freude er uns gemacht hatte, lief dieser ebenso freudig eine Siegerrunde durch die Wohnung. Und noch eine, und noch eine. Der Popo ebenso verschmiert wie das Töpfchen. Und schon bald wurde aus dem Freudentanz eine wilde Jagd – Luka voraus, mein Mann und ich hinterdrein – hinter dem begacksten Popsch, der andernfalls mit Sicherheit bald am Sofa oder einem anderen Polstermöbel landen würde.

Zu anderer Gelegenheit saß Luka, den wir im Sommer aus pädagogisch wertvollen Gründen der Sauberkeitserziehung praktisch immer unten ohne rumlaufen ließen auf seinem Hochstuhl beim Frühstückstisch. Da meinte Luka „Kommt heraus“ und ehe ich noch nachfragen konnte, was den wo herauskäme, pinkelte er auch schon mit gezieltem Strahl unter den Frühstückstisch. Lecker.

Jetzt wird Raffael bald zwei Jahre alt. Und kaum nähert sich sein Geburtstag, werde ich im Kindergarten auch schon von einer besorgten Mama gefragt, ob er denn schon aufs Töpfchen gehe, denn ihre, die hätte es schon so gut gekonnt, aber jetzt würde sie dauernd in die Hose machen.

Nein, Raffael geht noch nicht aufs Töpfchen, denn ich habe dazu gelernt.

Da letztlich keiner meiner Großen mit dem Töpfchen „sauber“ geworden ist, werde ich das Töpfchen bei Raffael Töpfchen sein lassen und ihn entscheiden lassen, was, wann und wie. Überhaupt habe ich beschlossen, mich mit dem Thema Sauberkeitserziehung nicht mehr im Detail auseinander zu setzen. Bei Luka war ich noch verunsichert von all den Mamas, die ihre Kinder durch die stetige Frage „Musst Du Lulu“ zum Klogang bewegen konnten.

Wenn ich meine Kinder gefragt habe „Musst Du Lulu“, haben sie mich höchstens mit glasigen Augen angeschaut und sich vermutlich gefragt, was das für ein unsinniger neuer Sport ist. Keines meiner Kinder ließ sich durch diese Dauer-Fragerei zum Klogang bewegen. Dafür habe ich heute nicht den Stress, meine Kinder vor jeder Autofahrt doch noch mal schnell zum Klogehen aufzufordern. Wenns kommt, kommts, Lulu auf Vorrat, ist bei meinen Buben verschwendete Spielzeit.